Du bringst ein Projekt auf die verwaltete Cloud-Plattform von Heroku.

Dann ein zweites.

Dann ein drittes.

Ganz normale Arbeit für einen Monat.

Doch dann klettert die Rechnung von 7 $ auf 35 $ und schließlich auf 75 $ im Monat – plus weitere variable Gebühren für Add-ons und Build-Minuten.

Die vielen kleinen Apps wirken im Moment nicht weiter tragisch, aber die Kosten können sich schnell summieren.

Wenn du nach einer Alternative suchst, ist es Zeit, dir Dokploy anzusehen.

Dokploy plus ein VPS zum Pauschalpreis bildet denselben Deploy-Ablauf nach, nur ohne die scheinbar endlos steigenden Kosten.

Der Haken?

Du bist jetzt für den Server verantwortlich.

Das ist gar nicht so beunruhigend, wie es klingt – solange du weißt, worauf du dich einlässt.

Neugierig?

Dann komm mit: Wir zeigen dir, wie der Betrieb von Dokploy auf einem VPS-Hosting-Tarif tatsächlich aussieht, wie Dokploy im Vergleich zu verwalteten Plattformen abschneidet, was für dich das Richtige ist und wie du alles einrichtest.

Was ist Dokploy und was ersetzt es?

Dokploy ist eine Open-Source-Platform-as-a-Service (PaaS), die auf einem Linux-VPS mit Docker läuft. Sie bietet dir ein Deployment-Erlebnis wie bei Heroku, nur auf einer Infrastruktur, die du selbst kontrollierst.

Du pushst in einen Git-Branch, und Dokploy baut die App, leitet den Traffic über einen mitgelieferten Traefik-Reverse-Proxy und liefert das Ergebnis über HTTPS aus. Die Steuerungsebene ist ein Web-Dashboard. Die Workloads sind Container.

Worauf Dokploy läuft 1x

Dokploy deployt aus GitHub-, GitLab-, Bitbucket- oder Gitea-Repositorys und baut deinen Push über den Weg, den du auswählst: Nixpacks (Standard), Railpack (der neuere Nachfolger), ein Heroku- oder Paketo-Buildpack, dein eigenes Dockerfile oder ein statischer Build für reines HTML.

Das Projekt hat mehr als 36.000 Sterne auf GitHub gesammelt und bietet 517+ Ein-Klick-Vorlagen für Plausible, Pocketbase, Cal.com und die übrigen Klassiker zum Selbsthosten (Stand: August 2026).

Verwaltete PaaS wie Heroku und Vercel rechnen pro Dyno oder pro Nutzerplatz ab, plus Nutzung. Im Vergleich dazu tauscht Dokploy ein wenig Komfort gegen Kontrolle und eine pauschale Serverrechnung. Coolify ist eine gleichwertige Alternative zu Dokploy mit einem ähnlichen Ansatz zum Selbsthosten. CapRover ist eine schlankere Option, deren Docker-Compose-Unterstützung laut eigener Dokumentation nur eine experimentelle Teilmenge abdeckt.

Was kannst du mit Dokploy bereitstellen?

Mit Dokploy kannst du viele containerisierte Web-Apps und Dienste über Nixpacks, Railpack, Buildpacks, Dockerfiles oder Docker Compose deployen. Die Muster, die die meisten Teams tatsächlich nutzen, sehen so aus:

  • Mit Git verbundene Web-Apps: Du pushst in einen Branch, und Dokploy baut die App mit Nixpacks, ganz ohne Dockerfile. Unterstützt werden Node.js, PHP, Python, Go, Ruby und mehr.
  • Verwaltete Datenbanken: MySQL, PostgreSQL, MongoDB, MariaDB, libSQL und Redis, mit automatischen Backups an ein externes Speicherziel (bei Dokploy heißen diese S3 Destinations).
  • 517+ Ein-Klick-Vorlagen: Plausible, Pocketbase, Cal.com und die übrigen Klassiker zum Selbsthosten.
  • Geplante Jobs und Hintergrund-Worker: Die geplanten Jobs von Dokploy führen Aufgaben nach Cron-Ausdrücken aus, parallel zu deinen Webdiensten.
  • Multi-Container-Apps über Docker Compose: Du fügst das YAML ein, und Dokploy betreibt den gesamten Stack.

Was kostet der Betrieb von Dokploy auf einem VPS?

Dokploy selbst ist kostenlos. Keine Nutzerplätze, keine Build-Minuten.

Du zahlst für den darunterliegenden VPS. Vergleiche also dessen aktuellen Preis und seine Kapazität mit den Diensten einer verwalteten Plattform, die dein Workload sonst benötigen würde.

Die gesamte aktuelle Codebasis der Plattform steht seit dem 21. Januar 2026 unter der Apache-2.0-Lizenz. Künftige kostenpflichtige Funktionen erscheinen unter einer separaten Dokploy Source Available License. Das Projekt hat sich verpflichtet, bestehende Open-Source-Funktionen niemals hinter die kostenpflichtige Lizenz zu verschieben.

Die offizielle Anforderung liegt bei mindestens 2 GB RAM und 30 GB Speicherplatz. Diese Untergrenze legt Dokploy gezielt fest, um die Ressourcen abzudecken, die Docker bei Builds verbraucht. Deine eigentlichen Apps brauchen zusätzlich RAM, deshalb würden wir mit 4 GB starten.

Du suchst einen VPS-Tarif mit mindestens 4 GB RAM, NVMe-Speicher, vollem Root-Zugriff und unbegrenzter Bandbreite.

Dokploy vs. Heroku, Vercel und Render: Preise im Vergleich

Diese drei Plattformen rechnen etwas unterschiedlich ab, aber sobald du eine Handvoll Apps hast, summieren sich die Gebühren genauso (alle Preise unten geprüft am 22. August 2026):

  • Heroku Eco: Eine Pauschale von 5 $/Monat für ein Kontingent von 1.000 Dyno-Stunden, das sich alle Apps teilen. Eco-Dynos schlafen nach 30 Minuten Inaktivität ein. Das passt zu gelegentlich genutzten Hobbyprojekten, nicht zu Diensten, die ständig laufen.
  • Heroku Basic: 7 $ pro Dyno und Monat für einen Dyno mit 512 MB. Fünf kleine Apps kosten 35 $, Datenbanken noch nicht eingerechnet. Essential Postgres beginnt bei 5 $/Monat für 1 GB (Essential-0); der Tarif Essential-1 mit 10 GB kostet 9 $.
  • Heroku Standard: 25–50 $ pro Dyno und Monat. Ab hier ist horizontale Skalierung möglich.
  • Vercel Pro: 20 $ pro Monat, Entwickler-Nutzerplätze kosten je 20 $. Datenübertragung und Funktionsaufrufe werden zusätzlich berechnet, sobald du die enthaltenen Kontingente überschreitest. Build-Minuten werden bei Pro minutengenau abgerechnet.
  • Render Pro: Eine Workspace-Pauschale von 25 $/Monat mit beliebig vielen Teammitgliedern, plus separat abgerechnete Rechenleistung pro Dienst. Render hat am 23. April 2026 das Ende der Abrechnung pro Nutzerplatz angekündigt und die neuen Tarife bis zum 1. August 2026 für alle Workspaces eingeführt.

Die einzelnen Posten unterscheiden sich: Vercel misst Datenübertragung und Build-Minuten, Render berechnet Bandbreite über die im Pro-Tarif enthaltenen 25 GB hinaus, und Heroku verkauft Datenbanken als Add-ons. Das Muster ist aber immer dasselbe: Nutzungszähler, die sich auf eine Grundgebühr stapeln. Ein VPS kann PaaS-spezifische Gebühren für Nutzerplätze, Builds und Dienste wegfallen lassen. Prüfe aber die Limits und die Bedingungen für Mehrverbrauch beim jeweiligen Anbieter; die VPS-Tarife von DreamHost beinhalten unbegrenzte Bandbreite.

SetupMonatliche KostenHinweise
5 × Heroku-Basic-Dynos + Essential Postgres$35 + $9 = $447 $ pro App. Essential-1 Postgres für 9 $ (Essential-0 ab 5 $). Add-ons kosten extra.
1 × Vercel-Pro-Nutzerplatz (5 Apps)20 $ + Nutzung20 $ pro Monat und Entwickler-Nutzerplatz. Datenübertragung und Funktionsaufrufe werden über die enthaltenen Kontingente hinaus berechnet; Build-Minuten werden minutengenau abgerechnet.
5 × Render-Webdienste + Pro-Workspace25 $ + RechenleistungEine Pro-Workspace-Pauschale von 25 $/Monat (beliebig viele Mitglieder in den am 1. August 2026 eingeführten Tarifen) plus Rechenleistung pro Dienst.
1 × VPS (4 GB empfohlen) + DokployPauschalpreisEine planbare Rechnung für so viele Apps, wie der Server stemmen kann.

Welches VPS brauchst du für Dokploy?

Das offizielle Minimum liegt bei 2 GB RAM und 30 GB Speicherplatz. Unserer Meinung nach sind 4 GB und mindestens 40 GB realistischer. Das offizielle Minimum ist nur darauf ausgelegt, Docker-Builds zu überstehen, und deine eigentlichen Apps brauchen zusätzlich RAM.

Die von Dokploy getesteten Distributionen sind Ubuntu (24.04, 23.10, 22.04, 20.04, 18.04), Debian (12, 11, 10), Fedora 40 und CentOS (9, 8). Außerdem müssen die Ports 80, 443 und 3000 frei sein, denn der Installer schlägt fehl, wenn sie bereits belegt sind.

Jeder VPS, auf dem eine dieser Distributionen mit Root-Zugriff läuft, ist geeignet. Das VPS-Hosting von DreamHost erfüllt alle Anforderungen: voller Root-Zugriff, Docker-Unterstützung, NVMe-SSD-Speicher und unbegrenzte Bandbreite in jedem Tarif. Der Tarif Stack 4 (2 vCPU, 4 GB RAM, 75 GB NVMe-SSD) erfüllt die Anforderungen von Dokploy mit reichlich Spielraum, und du kannst einen VPS mit vorinstalliertem Dokploy aus der Ein-Klick-App-Bibliothek wählen, wenn du die Shell gar nicht erst anfassen willst. Stack 8 ist der Tarif, den wir auf unseren Seiten für Apps im Produktivbetrieb ausweisen – also für drei oder mehr Apps, die rund um die Uhr laufen.

Wie installierst du Dokploy auf einem VPS?

Die Installation besteht aus einem einzigen Shell-Befehl. Er richtet in einem Durchgang Docker (wird automatisch installiert, falls es fehlt), die Dokploy-Web-App, deren PostgreSQL-Datenbank und den Traefik-Reverse-Proxy ein. Meist ist alles in wenigen Minuten erledigt, die größtenteils auf das Herunterladen der Images entfallen.

Voraussetzungen: ein frischer Linux-VPS mit Root-Zugriff per SSH und freien Ports 80, 443 und 3000. Eine Domain kannst du auf den Server zeigen lassen, sobald du bereit bist, HTTPS zu konfigurieren.

So läuft die Installation ab:

  1. Verbinde dich per SSH als root mit dem Server.
  2. Führe das Installationsskript aus.
  3. Warte ein paar Minuten, während das Skript Docker bereitstellt, die Dokploy-Images herunterlädt und Traefik startet.
  4. Öffne http://your-server-ip:3000 in einem Browser.
  5. Lege auf dem Einrichtungsbildschirm das Admin-Konto an.
Dokploy-Einrichtungsbildschirm 1x
  1. Lass eine Domain auf den Server zeigen und konfiguriere sie in Dokploy. Dokploy stellt dann ein SSL-Zertifikat von Let’s Encrypt für das Dashboard bereit.
  2. Deaktiviere den öffentlichen Zugriff auf Port 3000, sobald HTTPS aktiv ist.

Hier ist der Installationsbefehl selbst, wortwörtlich aus der offiziellen Dokumentation:

bash
curl -sSL https://dokploy.com/install.sh | sh

Dieser Befehl lädt ein Skript herunter und führt es sofort mit sh aus. Wenn du die Installationsschritte lieber vorher prüfen möchtest, nutze die manuelle Installation aus der Dokumentation.

Nach Abschluss des Skripts läuft ein kleiner Stack aus Kernkomponenten:

  • Traefik: Der Reverse Proxy. Leitet den Traffic an den richtigen Container weiter und kümmert sich um SSL-Zertifikate.
  • Dokploy: Die Web-Oberfläche und API auf Port 3000, gebaut mit Next.js. Die Steuerungsebene.
  • PostgreSQL: Der eigene Datenspeicher von Dokploy für Konfigurations- und Betriebsdaten.

Für SSL konfigurierst du in der Dokploy-Oberfläche eine Domain und wählst Let’s Encrypt. Die Standardzertifikate von Let’s Encrypt sind 90 Tage gültig. Wenn du die HTTP-01-Challenge nutzt, muss Port 80 erreichbar sein, da diese Challenge nur über Port 80 laufen kann.

Sobald deine Domain über HTTPS funktioniert, empfiehlt die Dokumentation, den Dashboard-Zugriff über die reine IP-Adresse und den Port abzuschalten. Dafür reicht ein Befehl:

bash
docker service update --publish-rm "published=3000,target=3000,mode=host" dokploy

Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Firewall-Konfiguration und Härtung nach der Installation findest du in der Installationsdokumentation von Dokploy.

Wie schneidet Dokploy im Vergleich zu Coolify und CapRover ab?

Dokploy, Coolify und CapRover lösen alle dasselbe Problem: eine selbstgehostete PaaS auf deinem eigenen Server. Sie setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte bei der Tiefe der Docker-Compose-Unterstützung, der minimalen Servergröße und dem Installationsweg.

FunktionDokployCoolifyCapRover
Mindestanforderungen an den Server (laut Dokumentation des jeweiligen Projekts)2 GB RAM, 30 GB Speicherplatz2 Kerne, 2 GB RAM, 30 GB SpeicherplatzKein veröffentlichtes Minimum; zu 512 MB für Builds: might not be enough. Laut Dokumentation starten die meisten Anbieter bei 1 GB
Docker ComposeNativ, mit mehreren DienstenNativ – die Compose-Datei ist die maßgebliche QuelleExperimentelle Teilmenge der Compose-Spezifikation
InstallationEin Shell-SkriptEin Shell-Skript (das automatische Skript erfordert Ubuntu LTS)Ein docker run-Befehl + Einrichtung per CLI
Ideal fürCompose-zentrierte Apps, Teams mit Git-to-Production-WorkflowBreite OS-Unterstützung, Option mit gehosteter CloudEinfache Apps mit einem Container

Wähle Dokploy, wenn dein Workload Compose-Apps mit mehreren Diensten umfasst oder du später auf Swarm-basiertes Clustering setzen willst. Wähle Coolify, wenn du die breiteste OS-Unterstützung oder einen Notausgang in eine verwaltete Cloud möchtest. Wähle CapRover, wenn dein Workload aus einfachen Apps mit einem Container besteht.

Coolify ist der umfangreichste der drei: Es unterstützt Debian-, RedHat- und SUSE-basierte Distributionen sowie Arch und Alpine, sogar Raspberry Pi OS. Außerdem gibt es Coolify Cloud, falls du die Steuerungsebene nicht selbst hosten möchtest. Das Beispiel für ein Produktiv-Setup aus der eigenen Dokumentation ist ein Server mit 8 GB und 4 Kernen, der problemlos mehr als ein Dutzend Apps und Datenbanken betreibt. Das zeigt ziemlich gut, wo Coolify sich wohlfühlt.

CapRover (ursprünglich CaptainDuckDuck, RIP) ist der Minimalist. Die Oberfläche ist einfach, die Ein-Klick-App-Bibliothek solide, und unter der Haube nutzt es Docker Swarm für das Clustering. Die Schwachstelle ist die Docker-Compose-Unterstützung: eine experimentelle Teilmenge der Spezifikation. Laut Dokumentation werden acht Service-Felder unterstützt und alle übrigen ignoriert, darunter build, benutzerdefinierte Netzwerke und Secrets.

Letztlich liegt Dokploy dazwischen: umfassendere Compose-Unterstützung als CapRover, aber fokussierter als Coolify.

Wann solltest du mit Dokploy selbst hosten (und wann nicht)?

Generell empfehlen wir das Selbsthosten mit Dokploy, wenn die Rechnung aufgeht, wenn du die laufende Serverwartung übernehmen kannst und wenn du lieber für einen Server als für Nutzerplätze zahlst.

Bei 7 $ pro Heroku-Basic-Dyno kosten drei dauerhaft laufende Apps plus eine Essential-1-Postgres-Datenbank für 9 $ bereits 30 $ im Monat. Damit bist du schon ungefähr im Preisbereich eines VPS zum Festpreis, und jede weitere App vergrößert den Abstand.

Dokploy ist in diesen Fällen die richtige Wahl:

  • Du hast drei oder mehr kleine Apps, die rund um die Uhr laufen. Die Kosten eines verwalteten PaaS steigen schnell, wenn deine Apps ständig online sind.
  • Du willst planbare Infrastrukturkosten. Dokploy hat keine Gebühr pro Nutzerplatz, aber VPS-Limits und Bedingungen für Mehrverbrauch unterscheiden sich je nach Anbieter; die VPS-Tarife von DreamHost beinhalten unbegrenzte Bandbreite.
  • Du nutzt Docker Compose. Apps mit mehreren Diensten werden als eine Einheit bereitgestellt, genau so, wie sie lokal laufen.
  • Dir ist Datenportabilität wichtig. Deine Apps, deine Datenbanken, dein Server: Alles lässt sich auf einen anderen kompatiblen Server übertragen, auf dem du die nötige Linux-Umgebung, ausreichende Ressourcen, die erforderlichen Ports und administrativen Zugriff hast.
  • Du kannst die laufende Serverwartung übernehmen. Der Zeitaufwand variiert, und du kümmerst dich um Betriebssystem- und Paket-Updates, Sicherheitspatches und die Belegung des Speicherplatzes.

In diesen Fällen solltest du nicht mit Dokploy selbst hosten:

  • Du hast eine einzige Hobby-App mit wenig Traffic. Der Eco-Tarif von Heroku für 5 $/Monat, der nach 30 Minuten Inaktivität in den Ruhezustand wechselt, reicht dir wahrscheinlich.
  • Die Last schwankt stark und braucht Autoscaling bis auf null. Dokploy betreibt Container, keine Lambda-Funktionen.
  • Niemand in deinem Team kann sich per SSH mit einem Server verbinden und eine Logdatei lesen. Du musst kein Sysadmin sein, aber jemand sollte wissen, wie man journalctl ausführt.
  • Du brauchst vertraglich zugesicherte Verfügbarkeitsgarantien, die dein Hosting- und Betriebs-Setup nicht erfüllen kann. Prüfe SLAs der Infrastruktur, Redundanz, Monitoring, Backups und Support-Abdeckung, bevor du selbst hostest.

Wie skalierst du Dokploy über einen Server hinaus?

Dokploy unterstützt Multi-Server-Deployments über Docker Swarm. Dein Dokploy-Server fungiert dabei als Manager, weitere Server kommen als Worker hinzu. Die Dokumentation von Dokploy empfiehlt allerdings, zuerst vertikal zu skalieren, denn ein größerer VPS ist schneller eingerichtet als ein Cluster.

Im Cluster führt der Manager Dokploy aus und verteilt die Dienste. Die Worker betreiben die App-Container, und Traefik leitet eingehenden Traffic an den Node weiter, auf dem der passende Container für die jeweilige Route läuft.

Dokploy mit einem zweiten Server skalieren

So funktioniert die Einrichtung in drei Schritten:

  1. Richte einen zweiten VPS ein, auf dem Docker installiert ist und der dieselbe CPU-Architektur wie dein Dokploy-Server hat.
  2. Verbinde eine Docker-Registry (Docker Hub und GitHub Container Registry funktionieren beide). Der Cluster braucht sie, um App-Images zwischen den Nodes zu verschieben, und der Bereich „Cluster“ wird freigeschaltet, sobald sie konfiguriert ist.
  3. Klicke in der Dokploy-Oberfläche auf „Add Node“, folge auf dem neuen Server den Anweisungen zum Beitreten und lege dann in den Cluster-Einstellungen jeder App die Replikas und die Registry fest.

Für einen zweiten Server gibt es meist einen von zwei Anlässen: Du bist über die Ressourcen einer einzelnen Maschine hinausgewachsen (RAM ständig knapp, Builds stauen sich, Neustarts dauern lange), oder ein Single Point of Failure bereitet dir Probleme.

Auch mit mehreren Servern bleiben Backups wichtig, denn die Verfügbarkeit eines Clusters ist nicht dasselbe wie die Beständigkeit deiner Daten.

Dokploy unterstützt automatisierte Backups der verwalteten Datenbanken an ein externes Speicherziel, in der Terminologie von Dokploy ein „S3 destination“. Richte diese Backups außerhalb des Servers ein, bevor echte Workloads auf den Cluster kommen. Ein Multi-Server-Cluster ohne externes Backup ist immer noch nur einen schlechten Tag von einer langwierigen Wiederherstellung entfernt.

Ist Dokploy also die richtige Lösung für dich?

Wenn Gebühren pro Dyno, pro Seat oder nach Nutzung nicht mehr zu deinem Workload passen, bietet dir ein VPS zum Festpreis mit Dokploy womöglich besser planbare Kosten.

Die Installation ist ein einziger Shell-Befehl. Der Deploy-Ablauf entspricht dem, den du schon kennst, inklusive verwalteter Datenbanken und kostenlosem SSL. Der größte Haken ist eigentlich nur ein wenig Wartungszeit jeden Monat.

Ehrlich gesagt lohnt sich das unserer Meinung nach in den meisten Fällen.

Wenn dein Workload aus einer winzigen App besteht, die den Großteil des Tages schläft, ist ein verwaltetes PaaS wie Heroku völlig in Ordnung. Wenn du drei oder mehr Apps rund um die Uhr betreibst, vergleiche die Gesamtkosten der verwalteten Plattform mit einem passend dimensionierten VPS plus dem Wert deiner Wartungszeit. Dokploy kann günstiger sein, aber ab wann es sich rechnet, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

So oder so: Rechne nach und bring dann etwas an den Start.

Häufig gestellte Fragen zu Dokploy auf einem VPS

Ist Dokploy kostenlos?

Ja, Dokploy ist kostenlos und Open Source: Die gesamte aktuelle Codebasis steht seit dem 21. Januar 2026 unter der Apache License 2.0. Künftige kostenpflichtige Funktionen erscheinen unter einer separaten Dokploy Source Available License. Die Plattform, die du heute selbst hostest, hat aber keine Seats, keinen Nutzungszähler und kein Kleingedrucktes. Außerdem hat sich das Projekt verpflichtet, bestehende Open-Source-Funktionen niemals hinter die kostenpflichtige Lizenz zu verschieben.

Ist Dokploy ein VPS?

Nein. Dokploy ist Software, ein VPS ist der Server, auf dem sie läuft. Dokploy ist ein selbstgehostetes PaaS, das du mit einem einzigen Shell-Befehl auf einem Linux-VPS installierst. Der VPS liefert die Rechenleistung, und Dokploy sorgt darauf für ein Deploy-Erlebnis im Stil von Heroku. Du brauchst also beides: Miete einen VPS und installiere Dokploy darauf.

Wie viel RAM braucht Dokploy?

Technisch gesehen braucht Dokploy laut offizieller Dokumentation mindestens 2 GB RAM und 30 GB Speicherplatz. Diese Untergrenze soll die Ressourcen abdecken, die Docker bei Builds verbraucht, und ein Einfrieren des Systems verhindern. Für jedes Setup, das in Richtung Produktion geht, sind 4 GB aber die realistische Empfehlung, denn deine eigentlichen Apps und ihre Datenbanken brauchen zusätzlich zur Plattform RAM. Das offizielle Minimum ist eine Untergrenze, kein Zielwert.

Unterstützt Dokploy Docker Compose?

Ja, Dokploy unterstützt Docker Compose nativ. Füge deine docker-compose.yml ein, und Dokploy behandelt den gesamten Stack als eine einzige Anwendung: Webdienst, Worker, Datenbank und Cache. Das ist ein echter Unterschied zu CapRover, dessen Compose-Funktion nur eine experimentelle Teilmenge der Spezifikation abdeckt und Felder wie build, benutzerdefinierte Netzwerke und Secrets ignoriert.

Kann Dokploy Apps aus GitHub bereitstellen?

Ja, Dokploy stellt Apps aus GitHub-, GitLab-, Bitbucket- und Gitea-Repositorys bereit. Webhooks lösen dabei bei jedem Push ein Deployment aus. Builds laufen über Nixpacks (Standard), Railpack, ein Heroku- oder Paketo-Buildpack oder über dein eigenes Dockerfile, falls das Projekt eins hat.

Kannst du von Heroku zu Dokploy migrieren?

Dokploy unterstützt Heroku Buildpacks als Build-Option, sodass kompatible Repositorys diesen Build-Weg nutzen können. Eine Migration ganz ohne Änderungen ist damit aber nicht garantiert: Prüfe Anwendungskonfiguration, Datenbanken und andere Heroku-Add-ons separat.

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