Bookworm. Bullseye. Jessie. Sarge. Woody. Potato.
Seit 1996 ist jedes Debian-Release nach einer Figur aus Toy Story benannt. Der damalige Projektleiter von Debian, der zufällig bei Pixar arbeitete, fing an, die Codenamen einzuführen – und seitdem hat niemand beschlossen, damit aufzuhören.
Die Distribution bezieht ihre Release-Namen aus einem Pixar-Franchise, das älter ist als die Hälfte ihrer aktuellen Maintainer – und ist auch nach mehr als dreißig Jahren noch quicklebendig.
Das verrät dir einiges über die Prioritäten von Debian.
Das Debian-Projekt jagt nicht dem Nachrichtenzyklus hinterher. Es hat kein Marketingteam. Es hat keinen Mutterkonzern. Es kann weder seine Strategie über den Haufen werfen noch übernommen werden oder seine kommerziellen Bedingungen ändern – denn es gibt keine kommerziellen Bedingungen, die man ändern könnte.
Ein Release erscheint, wenn es fertig ist – und dann läuft es auf einem Virtual Private Server (VPS) und macht die nächsten fünf Jahre genau das, wofür du es eingerichtet hast.
Das ist eigentlich schon das ganze Verkaufsargument. Debian ist das Linux, das du wählst, wenn du nie wieder über dein Betriebssystem nachdenken willst.
Die einzige spannende Frage – und die, die wir hier beantworten – ist, ob du das bewährte Release (Debian 12) oder das aktuelle (Debian 13) nimmst.
Was unterscheidet Debian von Ubuntu und AlmaLinux?

Debian ist eine von der Community verwaltete Linux-Distribution ohne kommerziellen Eigentümer – an keiner Stelle der Lieferkette.
Das Debian-Projekt wird von seinen Entwicklern geführt und als gemeinnützige Organisation über Software in the Public Interest finanziert. Debian gehört niemandem – also kann es auch niemand verkaufen, die Lizenz ändern oder die Roadmap umkrempeln.
Diese Struktur prägt alles, wofür Debian bekannt ist.
Es ist bewusst konservativ. Sobald ein Paket in ein Stable-Release aufgenommen wird, bleibt es über die gesamte Lebensdauer des Releases auf dieser Version – abgesehen von seltenen, vom Security-Team genehmigten Ausnahmen. Fixes werden stattdessen zurückportiert.
Es ist schlank. Eine frisch gebootete Serverinstallation von Debian 12 oder 13 belegt rund 100 MB RAM – weniger als Ubuntu Server und AlmaLinux, die im Leerlauf typischerweise bei 150–200 MB liegen. Dieser Spielraum steht deinem eigentlichen Workload zur Verfügung.
Es ist das Fundament, auf dem alles andere aufbaut. Ubuntu, Kali, Proxmox VE und Raspberry Pi OS basieren alle auf Debian. Genauso die De-facto-Docker-Base-Images für produktive Container: debian:bookworm-slim und debian:trixie-slim. Wenn du Debian auf einem VPS betreibst, nutzt du dasselbe Betriebssystem, das bereits in den meisten Containern auf den meisten Servern im Internet steckt.
Der Support läuft pro Release rund fünf Jahre – etwa drei Jahre durch das Debian-Security-Team, dann zwei weitere durch das Debian-LTS-Team, plus optional eine Extended-LTS-Phase darüber hinaus, falls du sie brauchst.
Debian 12 vs. Debian 13: Welche Version solltest du wählen?

Für jedes neue VPS-Deployment im Jahr 2026 solltest du Debian 13 (Trixie) wählen. Nimm Debian 12 (Bookworm) nur, wenn du einen konkreten Grund hast, die Toolchain eines bestehenden Produktionsservers abzubilden. Auf einem selbstverwalteten VPS von DreamHost richtest du Debian 13 direkt ein; wähle Debian 12 nur auf Plattformen, auf denen du das Image selbst kontrollierst.
Debian 12 (Bookworm) erschien im Juni 2023 mit Linux-Kernel 6.1, Python 3.11, PHP 8.2 und PostgreSQL 15. Der volle Sicherheitssupport endete am 11. Juli 2026; das Debian-LTS-Team liefert nun Sicherheitsupdates bis zum 30. Juni 2028. Bestehende Bookworm-Server, die sauber laufen, musst du nicht neu aufsetzen. Die Paketauswahl ist ausgereift, die Eigenheiten sind gut dokumentiert, und die Migration auf Debian 13 per apt full-upgrade wird unterstützt.
Debian 13 (Trixie) erschien im August 2025 mit Kernel 6.12 LTS, Python 3.13, PHP 8.4, PostgreSQL 17 und APT 3.0. Die kombinierte Security- und LTS-Abdeckung läuft bis zum 30. Juni 2030. Benchmarks von Phoronix maßen auf AMD EPYC rund 13 % mehr Leistung gegenüber Debian 12 bei gemischten Workloads – größtenteils dank des neueren Kernels und der GCC-14-Toolchain.
| Faktor | Debian 12 (Bookworm) | Debian 13 (Trixie) |
|---|---|---|
| Veröffentlicht | Juni 2023 | August 2025 |
| Linux-Kernel | 6.1 | 6.12 LTS |
| Python | 3.11 | 3.13 |
| PHP | 8.2 | 8.4 |
| PostgreSQL | 15 | 17 |
| APT-Version | 2.6 | 3.0 (Solver3) |
| Ende des vollen Sicherheitssupports | Juni 2026 | August 2028 |
| Ende des LTS-Supports | ~Juni 2028 | 30. Juni 2030 |
| Standard für neue VPS im Jahr 2026? | Nein | Ja |
Nimm Debian 13, wenn du neu startest, die längere Supportlaufzeit willst oder die neueren Toolchain-Versionen brauchst. Nimm Debian 12, wenn du einen funktionierenden Produktionsserver klonst, Software betreibst, die nur gegen Bookworm validiert ist, oder in einer Organisation arbeitest, die Trixie noch nicht freigegeben hat.
Viele Teams sind nach der Veröffentlichung von Trixie noch 18 Monate auf Bookworm geblieben, um ihre Puppet-Manifeste nicht anfassen zu müssen – und für sie war das die richtige Entscheidung.
Das In-Place-Upgrade zwischen Releases funktioniert, aber ein neues VPS direkt mit Debian 13 aufzusetzen, macht weniger Arbeit als ein In-Place-Upgrade im Produktivbetrieb.
Wie viel RAM und Speicherplatz braucht Debian auf einem VPS?
Offiziell liegt das Minimum von Debian für den grafischen Installer bei 780 MB RAM und 1160 MB Speicherplatz. Mit aktiviertem Swap läuft der Installer technisch schon mit nur 350 MB durch. Das sind Untergrenzen – plane nicht damit.
In der Praxis belegt ein frisch gebooteter Server mit Debian 12 oder 13 rund 100 MB RAM, sodass der Rest deines VPS deinem eigentlichen Workload bleibt. Ein VPS mit 1 GB lässt dir nach dem Laden des Betriebssystems rund 900 MB für die Anwendung. Das reicht locker für eine kleine Web-App, eine private Mastodon-Instanz, einen Mailserver mit wenig Traffic oder ein paar schlanke Container.
Auch beim Speicherplatz ist Debian genügsam. Eine frische Installation belegt etwas mehr als 1 GB. Plane insgesamt 10 GB für die OS-Partition ein, sobald Paket-Caches, Logdateien und das Journal ein paar Monate Zeit zum Wachsen hatten.
Hier ist ein praktischer Ausgangspunkt für die Dimensionierung:
| Workload | Empfohlener RAM | DreamHost-Tarif |
|---|---|---|
| Eine schlanke App oder ein kleines privates Projekt | 4 GB | Stack 4 |
| Web + Datenbank auf einer Maschine, Docker-Host mit mehreren Containern, Produktivbetrieb | 8 GB | Stack 8 (empfohlen für den Produktivbetrieb) |
| Produktive Datenbank + App + Sync-Dienst zusammen | 8 GB | Stack 8 |
| Anspruchsvoller Multi-Tenant-Workload, große Datenbank, CI-Runner | 16 GB+ | Stack 16 |
| Großer produktiver Workload, speicherintensive Datenbank, Analyseplattform oder mehrere Dienste | 32 GB | Stack 32 |
Stack 4 (4 GB RAM) ist der Tarif für schlanke Apps und Einzelprojekte; Stack 8 ist der Tarif, den wir auf unseren Seiten für Apps im Produktivbetrieb ausweisen. Debian braucht so wenig Ressourcen, dass dein Workload – nicht das Betriebssystem – bestimmt, wann du aufrüsten musst. Wechsle zu Stack 8, wenn du gleichzeitig eine Datenbank, einen Webserver und eine Anwendung betreibst und jeder davon genug Luft zum Atmen geben willst.
Ein letzter Punkt, der Erwähnung verdient: NVMe-Speicher ist wichtig, selbst wenn die Speicherkapazität es nicht ist. Paketinstallationen, das Entpacken von Container-Layern und fsync-Aufrufe von Datenbanken hängen alle an der Disk-I/O, und NVMe ist bei zufälligen Lese- und Schreibzugriffen mit kleinen Blöcken etwa fünf- bis zehnmal schneller als SATA. Das merkst du erst, wenn du auf einem Server ohne NVMe arbeitest.
Wie richtest du ein Debian-VPS ein?
Sechs Schritte decken die erste Stunde nach einer frischen Debian-Installation ab. Erledige sie in dieser Reihenfolge: Hostname, sudo-Benutzer, SSH, Firewall, automatische Sicherheitsupdates, DNS. Ab da kümmert sich Debian weitgehend um sich selbst.

1. Hostname festlegen
sudo hostnamectl set-hostname your-server-nameDer Hostname taucht in Logs, Shells und jedem Monitoring auf, das du später hinzufügst. Wähle etwas Aussagekräftiges. Du wirst es dir danken, wenn du drei VPS gleichzeitig verwaltest.
2. sudo-Benutzer anlegen
sudo adduser deploy
sudo usermod -aG sudo deployBetreibe einen Produktivserver im Alltag nicht als root. Die Gruppe sudo gewährt unter Debian vollen Root-Zugriff über sudo mit Passwortabfrage – genau die richtige Standardeinstellung. Melde dich nach diesem Schritt als root ab und als deploy wieder an.
3. SSH absichern
Kopiere zuerst deinen öffentlichen Schlüssel:
ssh-copy-id deploy@your-server-ipDeaktiviere anschließend die Passwort-Authentifizierung und den Root-Login, indem du eine Konfigurationsdatei in /etc/ssh/sshd_config.d/ ablegst:
# /etc/ssh/sshd_config.d/99-hardening.conf
PasswordAuthentication no
PermitRootLogin noLade den SSH-Daemon neu:
sudo systemctl reload sshBevor du dein aktuelles Terminal schließt, prüfe, ob du dich von einem zweiten Terminal aus noch anmelden kannst. Jeder Server-Admin hat eine Geschichte dazu, warum dieser Schritt wichtig ist.
4. Firewall aktivieren
Am einfachsten geht es mit ufw (Uncomplicated Firewall), das die Firewall mit zwei Befehlen einrichtet.
sudo apt install ufw
sudo ufw allow 22/tcp
sudo ufw allow 80/tcp
sudo ufw allow 443/tcp
sudo ufw enableWenn du nftables lieber direkt konfigurierst: Es ist vorinstalliert, und im Debian-Wiki findest du eine aktuelle Beispielkonfiguration. So oder so sollte die Firewall standardmäßig alles blockieren und nur die Ports explizit öffnen, die du brauchst.
5. Automatische Sicherheitsupdates einschalten
Das ist die am meisten unterschätzte Debian-Funktion für VPS-Deployments – und eines der ersten Dinge, die wir auf jedem VPS von DreamHost zu aktivieren empfehlen. Das Debian-Security-Team liefert Fixes für prominente CVEs schnell aus – bei koordinierten Offenlegungen oft innerhalb von ein bis zwei Tagen –, und unattended-upgrades spielt sie automatisch ein, während du dich um anderes kümmerst.
sudo apt install unattended-upgrades
sudo dpkg-reconfigure -plow unattended-upgradesWähle bei der Abfrage Yes
. Prüfe mit systemctl status unattended-upgrades, ob es läuft. Das war’s – Debian patcht sich über Nacht selbst, sobald Sicherheitshinweise erscheinen.
6. Domain auf das VPS verweisen
Lege bei deinem DNS-Anbieter einen A-Record für die IPv4-Adresse deines VPS an und, falls vorhanden, einen AAAA-Record für die IPv6-Adresse. Warte ein paar Minuten auf die Propagierung und führe dann ping yourdomain.com auf dem VPS aus, um zu prüfen, ob alles korrekt aufgelöst wird.
Wann solltest du Debian auf einem VPS nutzen?
Debian ist die richtige Wahl für jeden Workload, bei dem das Betriebssystem in den Hintergrund treten und dort bleiben soll. Das deckt das meiste ab, was Leute tatsächlich auf VPS betreiben.
Wähle Debian für:
- Produktive Webserver mit nginx, Apache oder Caddy
- Docker-Hosts, bei denen Debian auf dem Host und debian:*-slim in den Containern eine ganze Klasse von Sonderfällen bei glibc und Paketierung beseitigt
- Produktive Datenbanken mit PostgreSQL, MySQL und MariaDB
- Mailserver auf Basis von Postfix und Dovecot – ein Stack, der seit zwei Jahrzehnten auf Debian-Maschinen läuft
- Backup-Server, Dateiserver und alles, was einmal eingerichtet wird und dann still seinen Dienst tut
- Jedes VPS, das du einrichten, mit automatischen Sicherheitsupdates versehen und dann ein Jahr lang wirklich nicht mehr anschauen willst
Wähle Debian nicht für:
- Workloads, die brandaktuelle Kernel-Module brauchen, etwa frisch gemergte GPU-Unterstützung oder Netzwerkhardware aus den letzten sechs Monaten
- GPU-intensive ML- oder KI-Workloads, bei denen du das neueste CUDA-Toolkit passend zum neuesten Kernel willst
- Desktop-Linux auf einer Workstation, wenn du alle sechs Monate das neueste GNOME oder KDE willst
- Alles, was ausdrücklich ein Ökosystem im Stil von Red Hat voraussetzt (rpm, standardmäßig aktiviertes SELinux, RHEL-Paketversionen) – das ist das Revier von AlmaLinux
Wie schlägt sich Debian im Vergleich zu den Alternativen?
Debian ist nicht in jeder Situation die richtige Wahl. Zu wissen, wo es verliert, ist genauso nützlich wie zu wissen, wo es gewinnt. Zwei Vergleiche decken die meisten Entscheidungspunkte ab:
Debian vs. Ubuntu LTS: Ubuntu bietet dir standardmäßig neuere Pakete, kommerzielle Unterstützung durch Canonical und über Ubuntu Pro bis zu zehn Jahre Extended Security Maintenance. Der Preis dafür ist eine etwas schwerere Installation und ein Unternehmen in der Lieferkette.
Wähle Ubuntu, wenn du eine kommerzielle Absicherung willst oder direkt neuere Pakete brauchst. Wähle Debian, wenn du die schlankeste, langlebigste Basis willst – ohne jemanden im Upstream, der die Spielregeln ändern kann.
Debian vs. AlmaLinux 9: AlmaLinux ist ein komplett anderes Ökosystem. Es ist binärkompatibel zu RHEL, nutzt yum/dnf für die Paketverwaltung und hat SELinux standardmäßig aktiviert. Wähle AlmaLinux, wenn dein Team RHEL oder CentOS bereits in Produktion betreibt oder wenn Compliance-Vorgaben Parität zur RHEL-Familie verlangen. Für fast alles andere wähle Debian.
Bei DreamHost empfehlen wir für die meisten privaten Projekte, unabhängige Produktivserver und Workloads kleiner Teams standardmäßig Debian – es sei denn, das Red-Hat-Ökosystem ist bereits im Einsatz oder du hast einen konkreten Grund, auf die aktuelleren Pakete von Ubuntu angewiesen zu sein.
Wann lohnt sich ein selbstverwaltetes VPS für einen Debian-Server?
Ein selbstverwaltetes VPS sollte vollen Root-Zugriff und eine saubere Debian-Installation bei der Bereitstellung bieten, ohne eine Schicht verwalteter Dienste, die deine apt-Befehle interpretiert. Das passt zu Debian: Es geht davon aus, dass seine Administratoren wissen, was sie tun, und ist darauf ausgelegt, ihnen nicht in die Quere zu kommen.
Einige Details passen gut dazu, wie Debian typischerweise auf einem VPS betrieben wird:
- NVMe-Speicher in jeder Stack-Stufe. Apt-Vorgänge, das Entpacken von Container-Layern, Datenbank-Commits, Log-Rotation – all die Vorgänge, die bestimmen, wie schnell sich ein Linux-Server anfühlt, hängen von der Festplatten-I/O ab.
- Unbegrenzte Bandbreite. Backup-Server, Mail-Relays, Sync-Ziele, Container-Registrys und alles andere, was Daten nach außen sendet, läuft ohne böse Überraschung auf der Rechnung.
- Freie Wahl des Betriebssystems bei der Bereitstellung. Debian 13 steht bei der Bereitstellung zur Verfügung, neben Ubuntu 24.04 LTS und AlmaLinux 9.
Stack 4 (4 GB) ist der Einstiegstarif; Stack 8 (8 GB) ist der Tarif für einen Debian-Server im Produktivbetrieb.
Steig auf 8 GB um, wenn du eine Datenbank, eine Web-Schicht und eine Anwendung auf demselben Server betreibst und jeder Komponente genug Arbeitsspeicher-Reserven geben willst.
Wenn du tiefer in die Betriebssystemebene einsteigen willst, sieh dir unsere Seiten zu Debian, Ubuntu und AlmaLinux an. Und wenn du eine bestehende Anwendung aus dem Shared Hosting umziehst, bietet dir ein selbstverwaltetes VPS den Weg vom verwalteten Hosting zum Deployment mit Root-Zugriff.
Als Nächstes kommt Forky
Debian 14 mit dem Codenamen Forky befindet sich derzeit im Testing. Bis es irgendwann 2027 oder 2028 erscheint, läuft das Bookworm-VPS, das du heute bereitstellst, immer noch, spielt nachts immer noch selbstständig Patches ein und verbraucht immer noch rund 100 MB RAM. Das Trixie-VPS sieht noch genauso aus wie am Tag, an dem du es gebootet hast.
Genau das ist das Schöne an langweiliger Infrastruktur: Der Nutzen summiert sich. Jede Stunde, in der du nicht über dein Betriebssystem nachdenken musst, kannst du in das stecken, wofür du den Server eigentlich eingerichtet hast.
Wähle Bookworm, wenn du einen Grund dafür hast. Wähle Trixie, wenn nicht. So oder so wird Debian schnell zu dem Teil deines Stacks, um den du dir nie wieder Gedanken machen musst.
Häufige Fragen zu Debian auf einem VPS
Wird Debian 12 im Jahr 2026 noch unterstützt?
Ja – Debian 12 (Bookworm) wird 2026 weiterhin unterstützt. Die volle Abdeckung durch das Debian-Security-Team endete am 11. Juli 2026, und das Debian-LTS-Team liefert nun Sicherheitsupdates bis zum 30. Juni 2028. Bestehende Produktivserver mit Debian 12 müssen nicht sofort migriert werden, neue Deployments sollten wegen des längeren Supportzeitraums aber standardmäßig auf Debian 13 setzen.
Solltest du von Debian 12 auf Debian 13 upgraden?
Bookworm wurde im Juni 2026 bereits vom Security-Team an das LTS-Team übergeben, es besteht also kein akuter Notfall – plane den Umstieg aber, bevor die LTS-Abdeckung im Juni 2028 endet.
Ist Debian für ein VPS besser als Ubuntu?
Debian ist für ein VPS besser als Ubuntu, wenn du eine Installation mit minimalem Overhead, kein kommerzielles Unternehmen in der Lieferkette und die am längsten bewährte stabile Basis willst. Ubuntu ist besser, wenn du standardmäßig neuere Pakete, kommerziellen Support über Canonical oder das zehnjährige Extended-Security-Maintenance-Fenster von Ubuntu Pro brauchst.
Für die meisten privaten Projekte, unabhängigen Produktivserver und Workloads kleiner Teams passen der schlankere Footprint und der gemächliche Release-Rhythmus von Debian besser. Für Teams, die bereits auf Ubuntu standardisiert haben oder neuere Paketversionen im Hauptzweig (nicht über Backports) brauchen, ist Ubuntu LTS die richtige Wahl.
Wie viel RAM braucht ein Debian-VPS mindestens?
Laut dem Debian-Installationshandbuch liegt der offizielle Mindest-RAM für ein Debian-VPS bei 780 MB für eine normale Installation. Mit aktiviertem Swap läuft der Installer technisch schon mit nur 350 MB durch. In der Praxis verbraucht eine frisch gebootete Debian-Serverinstallation 100 MB RAM, der Rest des VPS bleibt für den eigentlichen Workload. Die meisten produktiven VPS-Tarife beginnen bei 1 GB, was für ein Deployment mit einer einzelnen App bequem reicht.
Warum ist Debian das Standard-Linux für Docker-Basis-Images?
Debian ist das Standard-Linux für produktive Docker-Basis-Images, weil debian:bookworm-slim und debian:trixie-slim eine kompakte Container-Basis (komprimiert rund 30 MB) liefern und dabei die glibc-Kompatibilität für die allermeiste Software erhalten.
Alpine-Images sind kleiner, aber Alpine nutzt musl libc, was die Kompatibilität mit einigen Python-Wheels, nativen Node.js-Modulen und allen gegen glibc kompilierten Binärdateien bricht. Debian-slim ist die sichere Standardwahl; davon weichst du nur aus konkreten Gründen ab.
Kannst du Debian auf einem VPS für 5 $ im Monat betreiben?
Ja, Debian ist unter den großen Linux-Distributionen die beste Wahl für ein VPS für 5 $ im Monat, gerade weil es nach einem Kaltstart nur rund 100 MB RAM belegt. Ein VPS mit 1 GB lässt dir nach dem Laden des Betriebssystems rund 900 MB für die Anwendung. Diese Reserve reicht für eine kleine Web-App, eine private Mastodon-Instanz, einen Mailserver mit wenig Traffic oder ein paar schlanke Container. Steig auf einen Tarif mit 2 GB oder 4 GB um, sobald der Workload an diese Grenzen stößt.